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Der Guntramsdorfer Lackproduzent DuPont Austria GmbH zählt zur weltweiten Spitze im Bereich der Industrie- und Autoserienlacke - mit seinen Produkten ebenso wie mit deren Herstellung: Bereits zum fünften Mal wurde der 350 Mitarbeiter starke Betrieb mit dem über den gesetzlichen Vorgaben liegenden Responsible Care-Zertifikat ausgezeichnet.
Das Engagement für Gesundheit, Sicherheit und Umwelt zahlt sich aus: In Responsible Care-Betrieben wurden die Arbeitsunfälle in zehn Jahren halbiert, der Wasserverbrauch konnte um 56 Prozent, die flüchtigen organischen Verbindungen um 43 Prozent reduziert werden.
In den 1990er Jahren steckte sich DuPont als eines der ersten Unternehmen weltweit klare Umweltziele. Das galt auch für den Produktionsstandort Guntramsdorf: Bereits 1999 wurde die DuPont Austria GmbH – damals noch Herberts Austria GmbH - mit dem Responsible Care-Zertifikat ausgezeichnet, heute wurde das Zertifikat für das 350 Mitarbeiter zählende Unternehmen bereits zum fünften Mal erneuert. Responsible Care basiert auf Freiwilligkeit und überprüft die Einhaltung von Anforderungen, die weit über die gesetzlichen Regelungen hinausgehen. Für DuPont Austria sind diese fixer Bestandteil des unternehmerischen Handelns. Denn: „Die ständige Verbesserung der hochwertigen Produkte und Dienstleistungen von DuPont Austria sowie die permanente Weiterentwicklung der MitarbeiterInnen sind für die hohe Kundenzufriedenheit und damit für den internationalen Erfolg des Unternehmens ausschlaggebend“, sind sich die beiden DuPont Austria Geschäftsführer Ernst Gruber und Johann Hosboda einig.
Messbare Effekte durch Responsible Care
Responsible Care bewertet das unternehmerische Handeln von Anlagensicherheit, Arbeitnehmerschutz und Abfallwirtschaft über Lärm, Luft und Lagerung bis hin zu Management, Transport und Energiewirtschaft. Die positiven Effekte sind messbar: Von 2000 bis 2010 wurden die flüchtigen organischen Verbindungen bei Responsible Care-Betrieben um 43 Prozent reduziert, der Wasserverbrauch für Prozess- und Kühlwasser gar um 56 Prozent und die gefährlichen Abfälle um 12 Prozent – und das bei nahezu gleich bleibendem Rohstoffeinsatz. Auch bei der Arbeitnehmersicherheit punkten Responsible Care-Betriebe: Von 2000 bis 2010 wurde ein Rückgang der Arbeitsunfälle um 50 Prozent verzeichnet.
Betriebe ziehen unternehmerischen Nutzen aus Responsible Care
Neben DuPont Austria bekennen sich noch 33 weitere Standorte in Österreich zu dem umfangreichen Responsible Care-Anforderungen: Rund ein Drittel aller Beschäftigten in der chemischen Industrie arbeitet in einem Responsible Care-Betrieb, sie produzieren etwa 40 Prozent des Produktionswertes der chemischen Industrie. „Die Unternehmen, die sich an Responsible Care beteiligen, leisten nicht nur einen essenziellen Beitrag, um die Situation der Beschäftigten und der Umwelt zu verbessern, sie ziehen auch großen unternehmerischen Nutzen daraus“, betont Sylvia Hofinger, GF Fachverband Chemische Industrie Österreich. Dominique Schröder, Responsible Care-Expertin im Fachverband Chemische Industrie Österreich, ergänzt: „Responsible Care wird in Österreichs chemischer Industrie zusehends zum gelebten Konzept. Die Prüfer können ihre bisherigen Erfahrungen, die sie bei anderen Audits gemacht haben, einbringen und übernehmen so auch eine Beratungsfunktion: Sie helfen, der ‚Betriebsblindheit’ vorzubeugen.“
Am Bild vlnr: Klaus Schaubmayr (FCIO – GF Berufsgruppe Lackindustrie), Sylvia Hofinger (GF FCIO), Ernst Gruber (Geschäftsführer DuPont Austria GmbH), Dominique Schröder (Responsible Care-Expertin FCIO), Johann Hosboda (Geschäftsführer DuPont Austria GmbH)
Wien, 19. Jänner 2012